Liebe Leute, Hände hoch, wer sich für undiszipliniert hält?
*mit zwei Händen aufzeigend* ICH!
Ich bin bedauerlicherweise fern von Selbstdisziplin. Alles, wofür ich mich nicht unmittelbar begeistere oder wozu ich wirklich gezwungen werde, kann ich mit einer bemerkenswerten Nonchalance loslassen. Das Positive daran: Ich zwinge mich nicht, Dinge durchzuziehen, die langweilig, sinnlos oder schlecht für mich sind. Das Negative daran: Ich bin immer noch keinen Halbmarathon gelaufen (und konditionell nicht mal in der Nähe davon), halte Zucker-Abstinenzen nur zwei Tage durch und habe nach zwei angefangenen (und abgebrochenen) Studien noch nicht mal einen Bachelor-Titel.
Nichts davon raubt mir den Schlaf, aber dennoch möchte ich gerne manchmal etwas mehr Willensstärke innehaben. Also probiere ich eine Challenge, von denen ich mich üblicherweise fernhalte (aus oben genannten Gründen). Und zwar eine 30 Tage Yoga-Challenge mit Videos von Mady Morrison und Happy & Fit Yoga mit Karo Wagner.

Wer sich fragt, was Yoga mit meinem Reiseblog zu tun hat? Ist eigentlich ganz einfach: Yoga –> fitter –> beweglicher –> gesünder –> schlanker –> bessere Reisefotos von mir. 😀
Kleines Scherzerl am Rande.
Nein, die 30 Tage Yoga-Challenge hat mit meinem Reiseblog kaum etwas zu tun, sondern nur mit mir. Ich habe einen rein sitzenden Job und möchte mehr für meinen bürostuhlgeplagten Körper tun. Außerdem bin ich allgemein gerade auf dem Trip, fitter zu werden, also mein körperliches Wohlbefinden zu steigern. Berichten möchte ich trotzdem darüber

  1. um mein Durchhaltevermögen zu steigern
  2. um Leserinnen und Lesern, die sich ebenfalls für eine 30 Tage Yoga-Challenge interessieren, einen Erfahrungsbericht zu liefern
  3. einfach so, weil ich’s kann. 😀

Meine Belohnung für die durchgehaltene Challenge

Ja, stimmt, man könnte sagen „das neue Lebensgefühl durch Yoga ist Belohnung genug“. Könnte man. Tue ich aber nicht. Stattdessen werde ich mir nach erfolgreicher Absolvierung eine richtig chice Yogamatte zulegen: groß, weich und schön bunt. Schließlich steigert das wiederum die Motivation zum Weitertrainieren, oder etwa nicht?

Diese hier wird es übrigens:

Die schaut doch cool aus, oder?

Übrigens, falls ihr sie auch haben möchtet, kommt ihr durch den Klick auf das Bild der Matte direkt zu Amazon*.

Die 30 Tage Yoga-Challenge: Los geht’s!

Wie schon oben erwähnt habe ich mich unter den vielen Yoga-Gurus im Internet für Mady Morrison und Karo Wagner entschieden. Ihre Videos haben mir gut gefallen und sie erklären sehr gut, wobei Karo Wagner’s Videos etwas weniger herausfordernd sind für Anfänger als jene von Mady Morrison. Mein Mann ist auch mit von der Partie, gemeinsam hält es sich besser durch.

Woche 1

Tag 1:
Yoga Rücken Anfänger Programm
Das Video dauert nur 22 Minuten, damit kann ich gut leben. Das Yogaprogramm selbst ist noch etwas kürzer. Ich breite meine Yogamatte im Wohnzimmer aus und richte den Fernseher ein. Der Hund kennt sich gar nicht aus, warum ich am Boden sitze und überfällt mich mit nassen Küssen. Bäh! Also, Hund von der Matte runtergeschoben, Schneidersitze (Gott, ist der unbequem) und los geht’s.
20 Minuten später: DAS WAR SO ANGENEHM! Absolut traumhaft. Mein Rücken fühlt sich zwar nicht unmittelbar besser an, aber ich gehe aufrechter und bin total tiefenentspannt. Ich liebe diese Stimme.

 

Tag 2:
Yoga für Entspannung und Beweglichkeit
Haben das 40-minütige, für’s Wochenende reservierte Programm vorgezogen, weil ich nicht laufen gegangen bin. Sehr fein! Sehr entspannend, die Zeit geht wie im Nu vorbei.

 

Tag 3:
6x Sonnengruß & After Work Yoga
Wir sind heute in den Tag gestartet mit 6x Sonnengruß. Das dauert nur 10 Minuten und ist wirklich eine feine Sache, um in der Früh in die Gänge zu kommen. Abends war ich endlich wieder Laufen, und es war echt anstrengend. Um zu dehnen habe ich noch eine Yoga-Routine absolviert. After Work Yoga ist echt anstrengend, ich habe sowas von geschwitzt. Nächstes Mal nach dem Laufen kommt etwas Gemütlicheres.

 

Tag 4:
Entspannung unterer Rücken
Flohmarkt von 2:30 bis 12:30. *ächz* Abends Entspannungsyoga für den Rücken nach dem Kistenschleppen.

 

Tag 5:
Schulter- und Nackenentspannung
Yoga im Garten auf der Wiese, das ist ja mal was Feines! Ganz was anderes als auf dem engen Raum vor dem Fernseher daheim. Das gibt’s öfter, wenn Zeit ist!

 

Tag 6:
ausgelassen 🙁
Heute habe ich die Wohnung um 6:30 verlassen und bin um 22:00 mit Kopfweh wieder nach Hause gekommen. Ab in’s Bett, ganz ohne Yoga.

 

Tag 7:
Happy & Fit Challenge Woche 3
Gartenyoga mit meiner Freundin Beatrice. Statt der ziemlich herausfordernden Mountain Flow Session von Mady Morrison haben wir uns für Karo Wagner entschieden. Herrlich, Yoga unter freiem Himmel!

 

Fazit Woche 1:

Es läuft ausgezeichnet! Bisher musste ich mich noch nicht überwinden, um eine Yoga-Session einzulegen, weil es einfach (trotz anstrengender Übungen) so herrlich entspannend ist. Danach fühle ich mich immer gut, gehe aufrechter und bin auch entspannter.

30 Tage Yoga Challenge im Test, Wanderhunger, Woche 1

Woche 2

Tag 8:
Yoga Anfänger #2
Meine Woche 2 hat begonnen mit Yoga Anfänger #2. Ein feines Programm, aber ganz ohne Schweißperlchen nicht machbar.

 

Tag 9:
Ein Video mit Karo Wagner
Puh an dieser Stelle sollte ich wissen, welches es war. Aber ich hab’s gemacht, versprochen 🙂 Ich erinnere mich nicht mehr…. (merken: nächste Woche mitschreiben!)

 

Tag 10:
4x Sonnengruß B  & 6x Sonnengruß A
Ich bin inzwischen ein echter Fan des Sonnengrußes geworden. Also ran an Sonnengruß B. OMG. Der ist echt anstrengend! Super, aber megaanstrengend!

 

Tag 11:
6x Sonnengruß A
Und schon wieder. Wie langweilig. Aber an diesem Tag sind wir nach 6-ständiger Fahrt in Kroatien im Urlaub am Meer angekommen, und ich brauche vor dem ersten Willkommen-im-Urlaub-Drink einfach schnell ein bisschen Entspannung und Dehnung.

 

Tag 12:
Yoga Anfänger #2
Morgenyoga auf der Terrasse mit Blick auf’s Meer. Es kann echt schlimmer kommen. Und die Nachbarn waren ob meines Herumgeturnes vorgewarnt. Auch wenn ich das Anfänger-Programm nochmal wiederholt habe… was soll’s 🙂

 

Tag 13:
Entspannung für den unteren Rücken
Wiederholung des Programms aus der ersten Woche. Ich habe den zweiten Tag meines Rescue-Divers hinter mir, und der fordert ganz schön. Besonders beim Tauchen natürlich auch viel Schlepperei… da tut dieses Video echt gut.

 

Tag 14:
ausgelassen 🙁
Aber: Ich habe eine Ausrede Ich bin nun offiziell brevetierte Rescue-Diverin, juhu! 🙂 Und da war natürlich gleich nach dem Kursende ein Radler zur Feier fällig, und es ist dann nicht bei einem geblieben. Tja…

 

Fazit Woche 2:

Es läuft immer noch gut. Ich dachte eigentlich, dass es im Urlaub schwer werden würde, aber dank der schönen Terrasse freue ich mich immer wieder auf die Yoga-Sessions. Was ich liebe: Die meisten Programme dauern zwischen 20 und 30 Minuten, vergehen aber wirklich wie im Flug. Und dank Mady’s angenehmer Stimme und der wundervollen Schlussentspannung fühlt man sich auch nach kurzen Einheiten einfach immer gut.

 

Woche 3

Tag 15:
Yoga für Anfänger #2
Auf geht’s mit Motivation in die 3. Woche! Ich kann gar nicht glauben, dass die Challenge so schnell vorbei geht! Seit heute bin ich hier in Kroatien nicht mehr alleine beim Yogieren. Tauchkollegin Marianne hat mit Begeisterung gehört, dass ich auf der Terrasse mit Meerblick Yoga mache und hat sich gleich angeschlossen. Also ab sofort jeden Tag vor dem Tauchen um 6:35 aus den Federn und um 6:45 auf die Matte. Zum Reinkommen mein Dauerbrenner Yoga Anfänger #2.

 

Tag 16:
Entspannung unterer Rücken
Auch nicht zum ersten Mal. Aber sowohl Marianne als auch ich brauchen das. Die Matratzen sind gewöhnungsbedürtig, mein Schlaf leider auch, das Tauchen macht das nicht besser… *schnarch* Aber dennoch: weiterhin motiviertes Yoga um 6:45.

 

Tag 17:
Entspannung & Selbstliebe
Was für ein gemütliches Yoga-Programm. Einfach herrlich zum sanften Aufwachen. Wir sind sooo müüüüüüde…

 

Tag 18:
6x Sonnengruß A
Kurzprogramm am Sonntag, Abreisetag aus Kroatien. Ich gehe nicht mehr tauchen, wir möchten gleich nach dem Frühstück nach Hause düsen, weil wir Angst vor den Staus haben. Marianne muss noch packen und geht dann noch für den letzten Tauchgang auf’s Boot. Die Zeit ist knapp, zum Glück gibt es den Sonnengruß zum Aufwachen.

 

Tag 19:
ausgelassen 🙁
Zurück zuhause nach dem ersten Arbeitstag und einer durchgewachten Nacht bin ich so müde, dass ich abends nicht mehr zusammenbringe, als mich auf dem Sofa totzustellen.

 

Tag 20:
Yoga gegen Rückenschmerzen
Der Schlaf ist zwar noch nicht zurück, aber dafür die Motivation. Mit Freundin Bea gönne ich mir die lange, 44-minütige Yogaroutine bei schönstem Wetter im Garten. Mann, sind wir beide müde, aber herrlich, es wieder geschafft zu haben.

Müde aber glücklich nach Yoga im Garten, Schlafen auf der Wiese, erschöpft, Wanderhunger, 30 Tage Yoga-Challenge

Tag 21:
Sonnengruß Routine & Sommerbody Flow
Der letzte Tag von Woche 3 mit voller Motivation: Ich starte mit der Sonnengruß-Routine, einer Mischung aus meinem geliebten Sonnengruß A gemischt mit dem anstrengenderen Sonnengruß B und mache weiter mit dem Sommerbody Flow. Wie der Name schon vermuten lässt ist es anstrengend! Morgen habe ich den Bauchmuskelkater Deluxe, soviel ist sicher…!

 

Fazit Woche 3:

Mein herabschauender Hund geht schon viel besser, und ich merke auch, dass meine Beine deutlich gedehnter sind. Außerdem kann ich inzwischen wirklich schnell abschalten und während der Yogasessions an nichts denken. Langsam bin ich mir auch sicher, dass ich nach dem Ende der Challenge gleich motiviert und oft weitermache.

 

 

Woche 4 und die letzten zwei Tage

Tag 22:
Mady’s Yoga Morgenroutine
Um 6 Uhr aufstehen und Yoga machen? Warum nicht! Ganz ehrlich, es ist wirklich herrlich, so in den Tag zu starten, vor allem wenn 8 Stunden Bürostuhl vor mir liegen.

 

Tag 23:
Warrior Flow
Der Warrior Flow ist ganz schön herausfordern, vor allem aufgrund des Tempos, den Mady hier vorlegt. Den muss man sicher öfter machen, um richtig reinzukommen. Dennoch, die Warrior-Posen sind einfach der Hit, da kommt man sich so wichtig vor. 😀

 

Tag 24:
ausgelassen 🙁
Es ist Samstag, ich habe eine Firmen-Gartenparty hinter mir und bin schon froh, dass ich es vom Bett auf die Couch schaffe.

 

Tag 25:
Yoga gegen Rückenschmerzen
Nachdem Sonntag ist und ich gestern ausgelassen habe, gebe ich mir heute die 44-minütige Runde gegen Rückenschmerzen, und sie ist wunderbar. Meine lästige Nackenverspannung war danach tatsächlich etwas besser und am nächsten Tag weg.

 

Tag 26:
Entspannung & Antistress
Heiß und schwül draußen, und Montag war es sowieso. Da brauchte ich etwas gemütliches, und das ist dafür wirklich das perfekte Yogavideo!

 

Tag 27:
Yoga Hüftöffner
Heute habe ich eine sehr wertvolle Erfahrung gemacht: Wenn man einfach keine Lust hat und sich irgendwie dann doch dazu durchringt, das Yoga-Programm durchzuziehen, dann bringt das gar nichts. Ich hatte keine Sekunde lang Lust drauf, mir war jede Übung zu lang und zu mühsam, und ich war einfach nur froh, als es vorbei war. Lustigerweise war ich sogar schlechter dehnbar als sonst. Merke: Für Yoga muss man einfach psychisch offen sein.

 

Tag 28:
Stretch & Relax
Endlich der erste kühlere Tag seit langem. Aber so angenehm die Temperaturen sind, so langweilig ist es wieder, Yoga im Wohnzimmer machen zu müssen.

 

Tag 29:
Sanftes Abend-Yoga
Der vorletzte Tag ist gekommen, ich kann’s fast nicht glauben. Zum Abschluss ein entspannendes Programm zum Schlafengehen.

 

Tag 30 – FINALE!
Yoga bei Pulsatori
Zum Abschluss meines 30-Tage-Programms gönne ich mir eine Yogasession im Yogastudio Pulsatori in Wels. „Mindful“ Yoga“ stand auf dem Programm, 90 Minuten Stretching begleitet von Tanja’s wunderbarer Stimme, gefolgt von einer Traumreise und mit krönendem Abschluss bei einem Brunch im indischen Restaurant.

 

Wolkenhimmel, weiße Wolken auf blauem Himmel, Wanderhunder, 30 Tage Yoga-Challenge

 

FAZIT DER YOGA CHALLENGE

Ich hab’s tatsächlich geschafft! 30 Tage Yoga durchgehalten 🙂 Einmal pro Woche habe ich gekniffen, aber das ist total in Ordnung für mich.
Ich werde auf jeden Fall damit weitermachen, aber dennoch gelegentlich auch ein Yogastudio besuchen. Ich glaube, wenn man das nicht macht, gewöhnt man sich einfach falsche Haltungen an, außerdem ist es von der Intensität ganz was anderes als Yoga daheim vor dem Fernseher.
Ich kann nur jedem empfehlen, ebenfalls eine Challenge zu versuchen. Ich fand es entspannend, herrlich für meinen Rücken und ein gutes „Abschalten“.

 

Namasté!

 

 

 

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3 Comments

  1. Sensationell!! Die Yogamatte finde ich übrigens super, die hast du dir echt verdient! Waren echt lustige Beiträge, die auch „Nicht-Yogis“ neugierig auf Yoga machen!

    • Martina Stasny Reply

      Ich liebe die Yoga-Matte, die ist echt der Hit <3 Und danke dir auch für die gemeinsamen Yoga-Abende, die haben es sehr viel lustiger gemacht 🙂

  2. Sensationell!! Die Yogamatte finde ich übrigens super, die hast du dir echt verdient! Waren echt lustige Beiträge, die auch „Nicht-Yogis“ neugierig auf Yoga machen!

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